WDD Arbeitstagung 2024

Vom 11.–13. Oktober fand unsere diesjährige Arbeitstagung im Jagdhof Klein-Heilig-Kreuz statt. Der Jagdhof liegt – wunderschön im Wald – in der Nähe von Fulda in der Mitte von Deutschland. Wir wurden sehr fein verköstigt und haben uns alle willkommen gefühlt, sowohl Mensch als auch Vierbeiner. Es waren knapp 30 Teilnehmende vor Ort und ein weiteres Dutzend nahm online an der Tagung teil.

Am Freitag wurden wir zum Start mit Kaffee und Kuchen begrüßt. Nach einer Austauschrunde und dem Abendessen schaltete sich Dr. Juliane Bräuer online dazu und berichtete uns von ihren Untersuchungen zu den Mensch-Hund-Beziehungen in verschiedenen Ländern. Videoaufnahmen und Fotos veranschaulichten ihre Ergebnisse und gaben uns einen Einblick in ihre Arbeit.

Samstag

Der Samstag begann mit einem leckerem Frühstücksbuffet und einem Hundespaziergang bei bestem Wetter. Anschließend hießen Hannah Menton-Enderlin und Uta Kielau als Vertreter der Vorstandschaft die Teilnehmenden zur Arbeitstagung herzlich willkommen. Es folgte eine Vortrag von Sophie Strodtbeck über das Sexualverhalten unserer Hunde. Nach der verspäteten Mittagspause – vielen Dank an die geduldigen Online-Teilnehmenden! – stellte unser Vorstandsmitglied Tim Hofmann seine Arbeit in Afrika vor. Sehr kurzweilig und anhand großartiger Aufnahmen berichtete er von den „scat detection dogs“ und ihren innovativen Ansätzen beim Monitoring afrikanischer Großkarnivoren.

Am Nachmittag teilten wir uns in zwei Gruppen auf: Uta Kielau brachte den Teilnehmenden in der abwechslungsreichen Landschaft unseres Tagungsortes das Prinzip der Ausbreitung von Gerüchen näher, erklärte den Einfluss der Witterung und verdeutlichte uns die Auswirkungen auf die Sucharbeit.

Mareike Schneider zeigte den Teilnehmenden Beispiele für Geruchsproben und gab uns Tipps zu Umgang, Aufbewahrung und Lagerung. Anhand der anwesenden Hunde wurde gezeigt, wie unterschiedlich Hunde auf Proben von Wolfslosung reagieren können. Im Anschluss wurden Suchen für die Mensch-Hund-Teams ausgelegt und Tipps zur Festigung der Anzeige am Zielgeruch gegeben. Mit einem gemütlichen Abendessen und vielen Gesprächen ließen wir den Tag gemeinsam ausklingen.

Sonntag

Der Sonntag startete mit einem Vortrag von Dr. Annegret Grimm-Seyfarth. Sie stellte uns anhand eines Fischotter-Monitorings verschiedene Erfassungsmethoden und die Auswirkungen der gewählten Methode auf die Ergebnisse vor. Dabei wurde der Vorteil des Einsatzes von Artenspürhunden deutlich.

Der zweite Vortrag an diesem Tag war dem Thema Geruchsträger gewidmet. Hilde Vervaecke berichtete von einem Versuch mithilfe des Scentweels (Geruchsrad), bei dem der Zusammenhang zwischen der Einwirkzeit („Imprägnierung“ des Geruchsträgers mit dem Zielgeruch) und der Detektionsrate bzw. der Dauer der Prüfung bis zur Erkennung durch den Hund (Schnüffeldauer) untersucht wurde.

Im Anschluss leitete Dr. Annegret Grimm-Seyfarth den Auftakt in die Diskussion zu Geruchsträgern mit einem Anwendungsbeispiel und vielen Informationen ein. Dr.
Kai-Uwe Goss hatte sich online dazugeschaltet, informierte die Teilnehmenden zum Thema Geruchsträger und Aufnahme/Abgabe des Zielgeruchs und beantwortete zahlreiche Fragen.

Den Abschluss unserer Arbeitstagung bildete wieder ein aktiver Part, bei dem wir uns erneut in Gruppen aufteilten: Uta Kielau hatte mit einer ihrer Hauskatzen bereits vorab eine Spur in der Umgebung des Jagdhauses gelegt. Nach einer theoretischen Einführung zum Thema „Trailen von Wildtieren“ durften die Teilnehmenden diese Spur mit ihren Hunden nachverfolgen. Eine Trainingsrunde in Kleingruppen wurde von Annegret Grimm-Seyfarth und Alexandra Hörand durchgeführt und eine Weiterführung des Anzeigetrainings fand mit
Anleitung und Unterstützung durch Petra Friedl statt.

Nach einem Wochenende voller informativer und spannender Inhalte und schöner Momente machten wir uns zufrieden und mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck am späteren Sonntagnachmittag schließlich auf die Heimreise.


3. WDD Arbeitstagung 2022

Vom 15.-17. Juli fand auf dem Trainings Center Retten und Helfen GmbH in Mosbach (Odenwald)  die dritte WDD-Arbeitstagung statt. Dies war erstmalig eine Hybridveranstaltung, bei der rund 30 Teilnehmer*innen (viele natürlich mit ihren Hunden „im Gepäck“) persönlich nach Mosbach gereist waren und noch weitere rund 20 Personen zumindest die Vorträge online verfolgten. Die Arbeitstagung begann am Freitagabend mit einem Online-Vortrag von Paul Bunker, der viele seiner langjährigen Erfahrungen in Sachen Ausbildung und Einsatz von Artenspürhunden preisgab und danach noch Fragen des Publikums beantwortete. An den beiden nächsten Tagen fanden vormittags interessante online-Vorträge zu verschiedenen Themen der Artenspürhundearbeit statt und nachmittags praktische Übungen bzw. Vorführungen angeleitet von verschiedenen Hundetrainerinnen. Alle Vorträge und praktischen Übungen stießen bei den teilnehmenden Zwei- und Vierbeinern auf großes Interesse und am Sonntag war das Bedauern groß, dass die Arbeitstagung doch schon so schnell vergangen war. Gerade das persönliche Zusammentreffen und Kennenlernen, das Zusammensitzen bei den Mahlzeiten und am Abend und die vielen interessanten Gespräche (meistens rund um den Hund ;-)) hatten wir wohl alle nach der langen Corvid19-Entbehrungsphase sehr vermisst und sie sehr genossen. Am Ende haben wir alle etwas Schönes mit nach Hause nehmen dürfen – seien es neue Erkenntnisse in der Arbeit mit Hunden, neue Bekanntschaften oder einfach nur das befriedigende Gefühl eines spannenden, erfüllten Wochenendes – und freuen uns auf ein möglichst baldiges, nächstes WDD-Arbeitstreffen.

Zur Information: Die Aufzeichnungen der Vorträge der dieser Arbeitstagung können im Nachhinein gebucht werden:

https://www.edudip.market/w/406946

https://www.edudip.market/w/406918

https://www.edudip.market/w/406954

WDD Mitgliederversammlung 2022

Am 16. Januar 2022 fand die offizielle Mitgliederversammlung von Wildlife Detection Dogs e.V. als Online-Sitzung statt.

Inhalt der Versammlung war unter anderem die Vorstandswahl, die Besetzung der Gremien sowie die Eröffnung der Gewinner des WDD Förderpreises. Weitere Informationen zum Förderpreis werden in Kürze öffentlich bekanntgegeben.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung gab es einen externen Vortrag von Dr. Juliane Bräuer.

09.-13. September 2019: WDD trifft GfÖ – Artenspürhunde bei Ökologentagung

Auf einer eigenen Session während der Jahrestagung der Gesellschaft für Ökologie e.V. (GfÖ) stellten Mitglieder des WDD im September die „Methode Artenspürhund“ vor. Diese Session fand zwar am letzten Tag kurz vor dem Ende der Konferenz statt, aber trotzdem war der Hörsaal gut gefüllt – ca. 60 Konferenzteilnehmer waren gekommen.

Mit finanzieller Unterstützung des WDD luden wir eine erfahrene und kompetente Hauptrednerin ein: Dr. Romane Cristescu von University of the Sunshine Coast in Australien. Sie leitet dort die Gruppe Detection Dogs for Conservation, die zum einen die wissenschaftlichen Projekte der Arbeitsgruppe um Dr. Celine Frère unterstützt und zum anderen auf Anfrage auch mit ihren Hunden in Projekten öffentlicher Träger und Naturschutzorganisationen arbeitet.

Romane eröffnete unsere Session mit einem exzellenten Vortrag über die Einsatzmöglichkeiten, die Vorzüge und die Verlässlichkeit von Artenspürhunden.

Anschließend erzählte Dr. Annegret Grimm-Seyfarth (UFZ Leipzig, WDD) von ihrer Arbeit im Fischottermonitoring, die durch ihre beiden Artenspürhunde wesentlich vereinfacht wird.

Danach stellte Laura Hollerbach (Senckenberg Gelnhausen, WDD) einen Methodenvergleich innerhalb des Wolfsmonitoring vor.

Schließlich stellte Uta Kielau (Wolfsbetreuer Schleswig-Holstein, WDD) den Einsatz von Artenspürhunden durch die Wolfsbetreuer in Schleswig-Holstein vor.

Außerdem wurde die „Methode Artenspürhund“ noch auf drei Postern vorgestellt:

Chiara Baschung (Zurich University of Applied Sciences) zeigte die Verwendung von Artenspürhunden beim Nachweis von invasiven Arten: In ihrer Masterarbeit trainierte sie Hunde darauf, eine invasive Ameisenart zuverlässig anzuzeigen.

Felix Böcker (FVA Freiburg, WDD) stellte erste Ergebnisse eines Goldschakal-Monitorings in Ungarn vor. Goldschakale breiten sich in Europa von Süden und Osten kommend zunehmend aus.

Dr. Anne Berger (IZW Berlin, WDD) machte schließlich unmissverständlich deutlich, dass Artenspürhunde die einzige Methode darstellen, Igel das ganze Jahr über zuverlässig finden zu können, was u.a. deshalb sehr wichtig ist, weil während dieser Zeit oft Gebüschpflege- und Baumfällmaßnahmen stattfinden und die Igel dabei großen Gefahren ausgesetzt sind.

Text: Juliane Röder & Anne Berger

WDD bei der VWJD-Tagung 2018

Auf der VWJD-Tagung 2018 hat Felix Böcker (WDD) einen Vortrag über Artenspürhunde gehalten. Weiterhin gab es unter der Leitung von Julia Taubmann (WDD) eine Exkursion zum Thema „Praktische Einführung in das Training von Artenspürhunde-Teams“. Die Teilnehmenden der Exkursion kamen überwiegend aus dem jagdlichen Bereich und zeigten großes Interesse an der Methodik.

Hier gibt es weitere Infos zur Veranstaltung.

2. WDD Arbeitstagung – ein voller Erfolg

Vom 23. bis 25. März 2018 fand in Lindenfels/Odenwald die 2. Arbeitstagung von Wildlife Detection Dogs e.V. statt. Unter den 45 Teilnehmern dieser Tagung waren 21 WDD Mitglieder und 24 Externe. 

Neben spannenden Vorträgen über Training, Ausbildung und Einsatz von Suchhunden in den unterschiedlichsten Bereichen gab es einen regen Austausch der Teilnehemer über laufende und zukünftige Projekte und das Traning der Hunde.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern und Referenten sowie dem Orga-Team für diese tolle Veranstaltung, die mindestens genauso gelungen war wie bereits die erste WDD Arbeitstagung!

 

Vortrag von Samuel Wasser am MPI

Am 23. Februar gab Samuel Wasser (Center for Coservation Biology, University of Washington, Seattle, USA) am Max Planck Institut in Leipzig ein Seminar zum Thema „Understanding impacts of environmental change on wildlife over large landscapes through a combination of detection dog, DNA, endocrine, and toxin methods„.

Max-Planck Institute for Evolutionary Anthropology, Leipzig, Institute Seminar, 23rd February 2018: Some of our members were lucky to meet and talk to the pioneer of implementing detection dogs in conservation research: Samuel K. Wasser from Conservation Canines, Centre of Conservation Biology, University of Washington!! We are looking forward to network in the future, making this wonderful tool for non-invasive conservation research also more acknowledged in Europe!

 

 

 

 

 

WDD Trainingsaustausch Scheuerhof

Am 03. und 04. Febraur 2018 trafen sich zwölf WDD-Mitglieder an der Tierakademie Scheuerhof zu einem vereinsinternen Trainingsaustausch.

Von Anfängern über Fortgeschrittenen bis hin zu versierten Hundetrainern waren wir eine buntgemischte Gruppe mit jungen und alten erfahrenen Spürhunden. Als besonderer Gast war auch das Spürschwein Ronja dabei.

Wir haben gemeinsam mit unseren Hunden (und dem Schwein) trainiert, uns gegenseitig Hilfestellungen beim Training gegeben und uns über Trainingsmethoden, Trainingspläne und vieles mehr ausgetauscht.

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Ähnliche Workshops sind zukünftig an unterschiedlichen Orten geplant.

© Michaela Hares

© Michaela Hares

Training Scheuerhof
© Katja Krauß

©Katja Krauß
© Katja Krauß

Spürschwein (© Nora Wuttke)