Vom 11.–13. Oktober fand unsere diesjährige Arbeitstagung im Jagdhof Klein-Heilig-Kreuz statt. Der Jagdhof liegt – wunderschön im Wald – in der Nähe von Fulda in der Mitte von Deutschland. Wir wurden sehr fein verköstigt und haben uns alle willkommen gefühlt, sowohl Mensch als auch Vierbeiner. Es waren knapp 30 Teilnehmende vor Ort und ein weiteres Dutzend nahm online an der Tagung teil.
Am Freitag wurden wir zum Start mit Kaffee und Kuchen begrüßt. Nach einer Austauschrunde und dem Abendessen schaltete sich Dr. Juliane Bräuer online dazu und berichtete uns von ihren Untersuchungen zu den Mensch-Hund-Beziehungen in verschiedenen Ländern. Videoaufnahmen und Fotos veranschaulichten ihre Ergebnisse und gaben uns einen Einblick in ihre Arbeit.
Samstag
Der Samstag begann mit einem leckerem Frühstücksbuffet und einem Hundespaziergang bei bestem Wetter. Anschließend hießen Hannah Menton-Enderlin und Uta Kielau als Vertreter der Vorstandschaft die Teilnehmenden zur Arbeitstagung herzlich willkommen. Es folgte eine Vortrag von Sophie Strodtbeck über das Sexualverhalten unserer Hunde. Nach der verspäteten Mittagspause – vielen Dank an die geduldigen Online-Teilnehmenden! – stellte unser Vorstandsmitglied Tim Hofmann seine Arbeit in Afrika vor. Sehr kurzweilig und anhand großartiger Aufnahmen berichtete er von den „scat detection dogs“ und ihren innovativen Ansätzen beim Monitoring afrikanischer Großkarnivoren.
Am Nachmittag teilten wir uns in zwei Gruppen auf: Uta Kielau brachte den Teilnehmenden in der abwechslungsreichen Landschaft unseres Tagungsortes das Prinzip der Ausbreitung von Gerüchen näher, erklärte den Einfluss der Witterung und verdeutlichte uns die Auswirkungen auf die Sucharbeit.

Mareike Schneider zeigte den Teilnehmenden Beispiele für Geruchsproben und gab uns Tipps zu Umgang, Aufbewahrung und Lagerung. Anhand der anwesenden Hunde wurde gezeigt, wie unterschiedlich Hunde auf Proben von Wolfslosung reagieren können. Im Anschluss wurden Suchen für die Mensch-Hund-Teams ausgelegt und Tipps zur Festigung der Anzeige am Zielgeruch gegeben. Mit einem gemütlichen Abendessen und vielen Gesprächen ließen wir den Tag gemeinsam ausklingen.
Sonntag
Der Sonntag startete mit einem Vortrag von Dr. Annegret Grimm-Seyfarth. Sie stellte uns anhand eines Fischotter-Monitorings verschiedene Erfassungsmethoden und die Auswirkungen der gewählten Methode auf die Ergebnisse vor. Dabei wurde der Vorteil des Einsatzes von Artenspürhunden deutlich.
Der zweite Vortrag an diesem Tag war dem Thema Geruchsträger gewidmet. Hilde Vervaecke berichtete von einem Versuch mithilfe des Scentweels (Geruchsrad), bei dem der Zusammenhang zwischen der Einwirkzeit („Imprägnierung“ des Geruchsträgers mit dem Zielgeruch) und der Detektionsrate bzw. der Dauer der Prüfung bis zur Erkennung durch den Hund (Schnüffeldauer) untersucht wurde.
Im Anschluss leitete Dr. Annegret Grimm-Seyfarth den Auftakt in die Diskussion zu Geruchsträgern mit einem Anwendungsbeispiel und vielen Informationen ein. Dr.
Kai-Uwe Goss hatte sich online dazugeschaltet, informierte die Teilnehmenden zum Thema Geruchsträger und Aufnahme/Abgabe des Zielgeruchs und beantwortete zahlreiche Fragen.
Den Abschluss unserer Arbeitstagung bildete wieder ein aktiver Part, bei dem wir uns erneut in Gruppen aufteilten: Uta Kielau hatte mit einer ihrer Hauskatzen bereits vorab eine Spur in der Umgebung des Jagdhauses gelegt. Nach einer theoretischen Einführung zum Thema „Trailen von Wildtieren“ durften die Teilnehmenden diese Spur mit ihren Hunden nachverfolgen. Eine Trainingsrunde in Kleingruppen wurde von Annegret Grimm-Seyfarth und Alexandra Hörand durchgeführt und eine Weiterführung des Anzeigetrainings fand mit
Anleitung und Unterstützung durch Petra Friedl statt.
Nach einem Wochenende voller informativer und spannender Inhalte und schöner Momente machten wir uns zufrieden und mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck am späteren Sonntagnachmittag schließlich auf die Heimreise.












