09.-13. September 2019: WDD trifft GfÖ – Artenspürhunde bei Ökologentagung

Auf einer eigenen Session während der Jahrestagung der Gesellschaft für Ökologie e.V. (GfÖ) stellten Mitglieder des WDD im September die „Methode Artenspürhund“ vor. Diese Session fand zwar am letzten Tag kurz vor dem Ende der Konferenz statt, aber trotzdem war der Hörsaal gut gefüllt – ca. 60 Konferenzteilnehmer waren gekommen.

Mit finanzieller Unterstützung des WDD luden wir eine erfahrene und kompetente Hauptrednerin ein: Dr. Romane Cristescu von University of the Sunshine Coast in Australien. Sie leitet dort die Gruppe Detection Dogs for Conservation, die zum einen die wissenschaftlichen Projekte der Arbeitsgruppe um Dr. Celine Frère unterstützt und zum anderen auf Anfrage auch mit ihren Hunden in Projekten öffentlicher Träger und Naturschutzorganisationen arbeitet.

Romane eröffnete unsere Session mit einem exzellenten Vortrag über die Einsatzmöglichkeiten, die Vorzüge und die Verlässlichkeit von Artenspürhunden.

Anschließend erzählte Dr. Annegret Grimm-Seyfarth (UFZ Leipzig, WDD) von ihrer Arbeit im Fischottermonitoring, die durch ihre beiden Artenspürhunde wesentlich vereinfacht wird.

Danach stellte Laura Hollerbach (Senckenberg Gelnhausen, WDD) einen Methodenvergleich innerhalb des Wolfsmonitoring vor.

Schließlich stellte Uta Kielau (Wolfsbetreuer Schleswig-Holstein, WDD) den Einsatz von Artenspürhunden durch die Wolfsbetreuer in Schleswig-Holstein vor.

Außerdem wurde die „Methode Artenspürhund“ noch auf drei Postern vorgestellt:

Chiara Baschung (Zurich University of Applied Sciences) zeigte die Verwendung von Artenspürhunden beim Nachweis von invasiven Arten: In ihrer Masterarbeit trainierte sie Hunde darauf, eine invasive Ameisenart zuverlässig anzuzeigen.

Felix Böcker (FVA Freiburg, WDD) stellte erste Ergebnisse eines Goldschakal-Monitorings in Ungarn vor. Goldschakale breiten sich in Europa von Süden und Osten kommend zunehmend aus.

Dr. Anne Berger (IZW Berlin, WDD) machte schließlich unmissverständlich deutlich, dass Artenspürhunde die einzige Methode darstellen, Igel das ganze Jahr über zuverlässig finden zu können, was u.a. deshalb sehr wichtig ist, weil während dieser Zeit oft Gebüschpflege- und Baumfällmaßnahmen stattfinden und die Igel dabei großen Gefahren ausgesetzt sind.

Text: Juliane Röder & Anne Berger